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Wenn ich ehrlich bin - und das bin ich ja immer *grins* - nicht so richtig :-(

Ich denke mal, dass es jedem Tierbesitzer, der sein/e Tier/e nicht mit in den Urlaub nehmen kann, eben so geht.

Wir sind über Ostern 2007 (Freitag bis Mittwoch) nach Madrid geflogen, um Frank, Ludwigs jüngeren Sohn, der dort studiert, zu besuchen.

      


Markus, der ältere Sohn, der uns auch schon in die Vogelburg begleitete, wollte sich liebevoll um unsere grünen Jungs kümmern... und auch Nina, meine Tochter, die an diesem Wochenende Umzugsstress hatte, versprach, immer mal wieder vorbeizuschauen.

Eigentlich konnten wir beruhigt sein - die Geier sind ja tagsüber auch auf sich alleine gestellt - aber irgendwie haben wir Ludwig und ich nicht richtig abschalten können.

Keiner von uns beiden erwähnte das Wort "Vogel" geschweige denn "Kathi".

Dabei war alles gut vorbereitet und Markus freute sich darauf, für ein paar Tage das Amt des "Katharinasittichversorgers" zu übernehmen. Leckereien, frisches Obst und Gemüse lagen griffbereit, ebenso wie die Vitamintröpfchen für's tägliche Frischwasser... um das leibliche Wohl unserer Vogis mussten wir uns also keine Sorgen machen. Und die täglichen Anrufe bei Markus und Nina beruhigten uns.

Tja, wenn da nur die Sache mit dem Freiflug nicht wäre... denn Freiflug war für die Zeit unserer Abwesenheit verboten :-(

Wie sagte Markus beim Abschied so schön: "Ich kann auf sie aufpassen und sie versorgen, aber ich bin kein Ornithologe"...

Wenn also beim Freiflug irgendwas Unvorhergesehenes passiert wäre, hätte er sich nicht zu helfen gewusst. Ich habe auch keine Ahnung, wie die beiden auf eine (relativ) fremde Person reagiert hätten... ob sie sich überhaupt aus ihrer Villa rausgetraut hätten... bzw. wie sie sich später beim Fliegen verhal-ten hätten... Panisch? Aufgeschreckt? Wären sie womöglich an die Fenster geknallt? Keine Ahnung...

Und mit dem "Wieder-in-die Villa-reingehen" wäre es auch so eine Sache ge-wesen... mir folgen die beiden Jungs ja auf's Wort und es dauert keine eine Minute, bis sie wieder in die Villa kraxeln, wenn ich gesagt habe "So, Jungs, jetzt geht's aber wieder rrrrrrrrrrrrrrein!" Ludwig selbst hat da schon eher Probleme... wie aber wäre es erst Markus ergangen?

Nein, das waren zu viele "Wenn und Aber"... und ein Risiko wollten wir auf keinen Fall eingehen. Den Vogis - und natürlich auch Markus zuliebe. Also war Freiflug gestrichen.

Und da war es... das schlechte Gewissen!

Was muteten wir unseren Vogis überhaupt zu?

Schließlich verstanden sie nicht, warum wir gingen... und tagelang nicht wiederkamen. Würden wir überhaupt wiederkommen? Was ging wohl in ihren kleinen Köpfen vor, wenn sie morgens aufwachten und keiner von uns zur Begrüßung kam? Sie fütterte... sie rausließ? Schließlich waren sie an uns gewöhnt... wir waren ja ein Teil des "Schwarms"...

In den Tagen vor unserer Abreise waren sie seltsam gereizt. Sicherlich spürten sie unsere (ganz besonders meine) innerliche Unruhe. Moritz ging mehrfach auf Sammy los (das hatte er zuvor nie getan) und jagte ihn durch die Villa. Ich fühlte mich in die alten Zeiten der Mondsüchtigen zurückver-setzt. Kein Wunder also, dass ich mich nicht himmelhochjauchzend auf die kleine Reise freute.

In Madrid angekommen, passte sich Petrus unserer Stimmung an und ließ es tagelang regnen. Soviel zu  "Osterurlaub"...

Natürlich ging alles gut aus... und als wir am Mittwoch spät abends die Wohnungstür aufschlossen und ich wie üblich in den Raum hineinrief: "Ja,
wo sind denn meine Schatziiiiiiiiiiis?" wurden wir mit einem lauten Gequieke freudig empfangen.

Die beiden verrückten grünen Jungs tröteten und quäkten zur Begrüßung um die Wette und vollführten ein kleines Tänzchen, kamen kurz raus, krabbelten unter ihre ach so heißgeliebte Decke, flogen schnell mal rüber auf den Kathi-Spielplatz, als ob sie gucken wollten, ob alles noch steht... dann kraxelten sie schnell wieder in ihre Villa und verzogen sich eng zusammengekuschelt ins Schlafhäuschen.

Und unsere kleine Welt war wieder in Ordnung...

                                               ***