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Aschaffenburg, City-Galerie

17. bis 29.09.2007 - „Reise ins Abenteuer“

Die Krokodile kommen! Haben Sie schon einmal jemanden gesehen, der ein Krokodil umarmt? In der City Galerie können Sie solch‘ wagemutige Szenen hautnah miterleben.

Neben Krokodilen sorgen Spinnen, Schlangen und ein grüner Leguan für unvergessliches „Kribbeln“. Anfassen ist unter Aufsicht erlaubt!


Hört sich toll an... ist es aber nicht.

Ich erzähl euch auch warum... lest genau mit!

Schauplatz City Galerie, Unterfrankens großes Einkaufszentrum...

Menschen stehen dicht an dicht gedrängt, lachen und lärmen, und verfolgen staunend die Darbietungen eines Schaustellers, der ins sein Mikrofon brüllt und eine Reihe von exotischen Tieren "vorführt".

Ich gerate ungewollt in meiner Mittagspause bei einem Einkauf zwischen die Mengen und glaube nicht, was ich sehe...

Drei riesige, zentnerschwere Landschildkröten laufen in einem ca. 2,5 auf 2,5 Meter großen, mit Stroh gefüllten Pferch, stupide immer im Kreis herum. Der Schausteller hält eine winzigkleine Schildkröte einer anderen Art zum Größenvergleich dagegen... Aaaahs und Ooohs füllen den Raum.

Nebenan ein Wasserbassin, dort weist ein Schild "Vorsicht! Nicht anfassen! Lebensgefahr" auf die Gefährlichkeit der Krokodile und Kaimane hin, die dort untergebracht sind. Doch irgendein Depp muss trotz des Verbotes an die Holzeinfassung bollern, um die Tiere zu einer Bewegung zu "bewegen". Menschenskind, Schallwellen von Lärm und Krach setzen sich dort auch im Wasser fort!

Die gefährlichen Tiere mit dem messerscharfen Gebiss, die auf der kleinen Bühne vorgeführt werden, machen auf mich jedoch den Eindruck, als ob sie unter Drogen stehen würden. Ach Quatsch, was rede ich denn... die sind doch "gezähmt"...

Aber warum Vogelspinnen (hä?) Männchen machen müssen, kapiere ich beim besten Willen wirklich nicht... die Zuschauerin, die auf die Bühne geholt wur-de und eben noch lachte, schreit wie am Spieß - sehr zur Freude der gröh-lenden Menschenmenge. Ist doch immer wieder was Feines... so ein Späß-chen auf Kosten anderer!

Die kleine gelb/grüne Amazone, die auf der Schulter des Schausteller rum-hangelt, lässt dies offensichtlich kalt. Jedenfalls macht sie keine Anstalten wegzufliegen... jööö... also die ist ja richtig zahm... so was Drolliges! Ja habt ihr denn keine Augen im Kopf? Sieht denn niemand, dass ihre Flügel gestutzt sind????? Wie soll sie denn bitteschön abhauen und das Weite suchen? Sie würde... wenn sie könnte, da bin ich mir ganz sicher!

Mein Blick fällt auf den tristen Käfig, in dem der kleine Vogel untergebracht ist. Grauer Stahl, zwei magere Sitzstangen, nichts Grünes, kein Obst, kein Gemüse... der Käfig ist ein Monster aus Stahl. Muss das arme Tier auch nachts hier drin hocken? Diese Zwangshaft reicht doch schon für die Zeit zwischen den Vorstellugen... naja, vielleicht ist sie drin doch besser auf-gehoben, weil jeder nach ihr grapscht und sie anfassen will...

Mir wird schlecht von der Ignoranz, mit der wir Mesnchen mit Tieren um-gehen und ich kann mir ein paar lautstarke "dumme" Bemerkungen nicht ver-kneifen. Mit Erfolg. Einige Menschen schauen betroffen zu Boden... sagen entschuldigend: "So haben wir das noch gar nicht gesehen" und gehen wei-ter. Andere wiederum glotzen mich an, als ob ich... ach, keine Ahnung. Ist mir auch egal.

Ich muss weg von hier... schnell weg. In der Eile vergesse ich, mir den Na-men des Organisators, der auf den Plakaten steht, aufzuschreiben. Mist. Mist. Mist.

Na ja, so schlimm wiederum auch nicht. Habe in diesen Tagen erste Kontak-te zum Tierschutzverein in Aschaffenburg geknüpft. Muss unbedingt erfra-gen, ob künftig nicht verhindert werden kann, dass derartige Vorführungen in Aschaffenburg stattfinden.

Wenn sich noch mehrere Städte anschließen würden, wäre das eine tolle Sache. Aber erstmal muss ich gucken, inwieweit sich das für meine Heimat-stadt erreichen lässt.

Oh... jetzt war ich ganz schön böse, was? Sorry, aber ich kann nix dafür. Das war meine ganz persönliche Meinung zum Thema "Reise ins Abenteuer". Tiere haben nun mal keine Lobby. Aber ich einen Schnabel... und der redet, wie er gewachsen ist!

Tschüssi!

                                                ***