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... auch Kathimama oder federlose Alphahenne genannt :-)

 Kathis oder Kackis... das ist hier die Frage!

Damit ich euch mit Fotos versorgen kann, bin ich meist mit der Digicam bewaffnet. Der Grünling im Vordergrund ist übrigens unser Neuzugang Charlie Green... aber soweit sind wir noch nicht ... erst will ich mich vorstellen:

Ich bin die Moni, 1956 im Tierkreiszeichen Löwe geboren.

Meinen 50. Geburtstag habe ich nicht zwischen Präsentkörben, gut gemein-ten Geschenken und feierlichen Reden verbracht, sondern mich zum zweiten Mal "getraut". Ludwig und ich haben lange gebraucht, bis wir uns gefunden haben, aber Hauptsache ist, dass!

Seite an Seite....
                      

Wir sind zwei junge Alte - oder sollte ich besser sagen zwei alte Junge? Na egal, wie auch immer, wir haben den Kopf noch voller Flausen und Ideen und und und...

Ludwig brachte zwei erwachsene Söhne mit in die Ehe, ich selbst eine eben-falls erwachsene Tochter und als "Mitgift" zwei grüne, halbstarke Katharina-sittiche.

Uiuiui ... so schnell kommt man zu drei Kindern! Doch die Kids gehen längst ihre eigenen Wege - uns sind die halbstarken Kathis geblieben, die wir jetzt "erziehen" können ... oder zumindest zu erziehen versuchen. Quatsch ... hier wird niemand erzogen ... das war nur ein Witz :-) Na, jedenfalls haben wir viel Freude mit unseren Kids ... und den Kathis natürlich auch.

Aprospos Kathis ... interessiert es euch, wie ich zu den Kathis gekommen bin?

                                             ***

Na, dann wollen wir mal... das war so:

Die Liebe zu Tieren ist mir wohl mit in die Wiege gelegt worden. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich schon als Kind alles mögliche Viech-zeugs (sehr zur Freude meiner Eltern) zu Hause angeschleppt habe: herren-lose Hunde, streunende Katzen, angefahrene, verletzte oder aus dem Nest gefallene Vögel. Ich rettete Kaulquappen aus ausgetrockneten Pfützen und setzte sie als Frösche wieder zurück in den Teich. Ja, man kann sagen, ich war sehr beschäftigt :-) Dabei hatte ich doch selbst Haustiere: Zierfische, einen Hamster und den üblichen Hansi-Bubi-Welli.

Aber ein Tier hatte es mir besonderes angetan ... Lora, eine wunderschöne rote Ara-Dame. Sie saß im ältesten Zoogeschäft von Aschaffenburg, dort, wo ich immer das Futter für meine Tiere kaufte.

Lora war wohl maßgeblich dafür verantwortlich, dass ich bereits als Kind zur Papageienverrückten wurde. Ich glaube, ich hab mich damals in jeder freien Minute in den Laden geschlichen, um Lora zu besuchen. Ich himmelte sie an! Mein größter Wunsch war es, irgendwann später - wenn ich einmal "groß" war - einen eigenen Papagei zu besitzen.

Einen Papagei ... schrecklich! Aus heutiger Sicht geht das gar nicht mehr ... aber ich erzähle mal weiter:

Das Traurige ist, dass früher ... ich sag jetzt einfach mal vor 30, 40 Jahren, nur um eine Zahl zu nennen, Vögel - angefangen vom Kanarienvogel über den Wellensittich bis hin zum Papagei - in "Einzelhaft" gehalten wurden. 

Kein Mensch war sich bewusst, dass die Einzelhaltung von Vögeln, die in Freiheit ja in Schwärmen leben, mit Tierquälerei gleichzusetzen ist.

Selbst der Besitzer der Zoohandlung hielt Lora als Einzelvogel.

Überhaupt war die Einzelhaltung von Tieren damals an der Tagesordnung - ich habe keinen in meinem Umfeld gekannt, der zwei Wellensittiche, zwei Meerschweinchen oder zwei Hasen usw. gehalten hätte.

Es machte sich niemand Gedanken darüber, wie sich ein Tier fühlen musste, einsam und ohne artgleichen Partner zu leben. Bei der Haltung von Vögeln war es nur wichtig, dass der Vogel schön sang, sprechen lernte oder sehr zahm wurde.

Auch ich bin in diese "Falle" getappt. Aus Unkenntnis ... aus Unwissenheit. Und weil es früher so üblich war. Ich kannte es ja gar nicht anders. In meiner Familie hielten wir in meiner Kindheit auch nur einen Welli, einen blauen - und als er starb, einen grünen ... aber niemals zwei zusammen.

Viele Jahre später, im Februar 1976 erfüllte ich mir meinen großen Wunsch nach einem eigenen kleinen Papagei. In der Zoohandlung meiner Kindheit saßen damals fünf junge Kanarienflügelsittiche, einer mit einem lädierten Flügel blieb übrig.

Ich hatte noch immer eine Schwäche für gehandicapte Tiere, der kleine Kerl gefiel mir, er guckte so frech und hatte ein richtig liebes Gesichtchen ... ich denke, ich hätte mich sowieso für ihn entschieden.

Toby wurde 21 Jahre alt. In dieser Zeit war ich seine absolute Bezugsper-son, er liebte und verteidigte mich gegen alles und jeden - na logisch, er hatte ja auch keinen artgleichen Partner. Toby wurde unnatürlich zahm (meine Güte, damals war ich auch noch stolz drauf) und ich erkannte, dass das kein Leben für einen Vogel ist. Denn ein Mensch kann niemals Partner-ersatz für einen Vogel sein  ...

Leider konnte ich ihm als Gesellen nur Trixie, einen goldgelben Welli, später den blauen Bubi, einen zugeflogenen Welli und schließlich Koko, einen kleinen drolligen Agaporniden, einen Abgabevogel, bieten. Trotzdem blieb Toby sehr auf uns Menschen fixiert.

(An dieser Stelle muss ich zugeben, dass es damals von mir unmöglich war, einen Agaporniden mit einem artfremden Partnervogel zusammenzusetzen. Agaporniden sind als Fußbeißer bekannt - ich wusste das nicht. Dass sich die beiden Vögel so gut vertragen haben und es niemals zu Beißereien ge-kommen ist, führe ich auf ihre Vereinsamung zurück.)

Natürlich hätte ich Toby gerne einen artgleichen Partner gegönnt. Aber das war zur damaligen Zeit nicht so einfach. Internet gab es es noch nicht und andere Kanarienflügelsittiche habe ich in Zoohandlungen in all den Jahren nie wieder gesehen. Nur ein einziges Mal - bei einem Besuch in Geiselwind, dem beliebten Ausflugsziel an der A3 - habe ich  "Brüder und Schwestern" von meinem Toby entdeckt.

Den Fehler, dass sich ein Vogel so ganz und gar auf mich konzentrierte und mich als seinen Partner sah, wollte ich nie wieder machen. Nein, eigentlich wollte ich überhaupt nie wieder Vögel in "Gefangenschaft" halten!

Heißt es nicht "so frei wie ein Vogel" oder "vogelfrei", wenn man das einzigartige Gefühl von Unabhängigkeit und Freiheit beschreiben möchte? Dieses Gefühl wollte ich keinem Vogel mehr nehmen.

Doch als ich im März 1998 (knapp 1 1/2 Jahre, nachdem Toby verstarb)
zwei wildfarbene Katharinasittiche (wieder in der Zoohandlung meiner Kind-heit!) entdeckte, war es um mich geschehen.

In wenigen Sekunden hatte ich mein Herz verloren. Für immer.

Es war Liebe auf den ersten Blick - und gegen Liebe auf den ersten Blick ist man bekanntlich machtlos ...

Auweia - jetzt hatte ich ein echtes Problem! Einerseits wollte ich nie wieder Vögel in Gefangenschaft halten, andererseits hätte ich sie nicht in der Zoo- handlung zurücklassen können ... wer weiß, wie lange sie dort noch gehockt hätten?

Zwei Tage und zwei Nächte habe ich mit mir gerungen ... dann zogen sie bei mir ein ... sie sollten ein gutes Zuhause bekommen und ich wollte ihnen so viel Freiheit wie möglich geben ... naja, vielleicht wollte ich an ihnen auch alle meine Fehler wiedergutmachen *grübel*

Ja ... so bin ich zu meinen Katharinasittichen Maxi & Moritz gekommen ...
und wie ihre Geschichte weiter ging und warum wir so eine innige Bindung haben, das erzähle ich euch hier ...

                                                ***