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Wir alle von uns kennen unsere Vögel am besten, aber die wenigsten von uns sind Ornithologen ;-), daher sage ich, immer dann, wenn der Vogel auffällig wird, sich anders verhält als sonst.

Bei augenscheinlichen Verletzungen ist es einfach, zu entscheiden, dass ein Tierarztbesuch sofort nötig ist.

Doch gerade dann, wenn man unschlüssig ist und denkt, dass man "über-besorgt" reagiert, bitte ich jeden, diese Gedanken sofort zu verwerfen.

Besser ein Tierarztbesuch zuviel, als einer zu wenig.

Alarmzeichen für eine beginnende Krankheit sind, wenn der Vogel

  • nicht mehr frisst oder trinkt
  • unter anhaltendem Durchfall leidet
  • ungewöhnlich ruhig ist
  • viel schläft, das Gefieder plustert
  • zittert und anscheinend friert
  • sich plötzlich anfassen lässt
  • den Glanz in den Augen verliert
  • ein stumpfes, zerrupftes Gefieder hat
  • sich von seinem Partner bzw. Artgenossen absondert.

Durch einen rechtzeitigen Besuch beim Tierarzt lassen sich Krankheiten, Infektionen und Organveränderungen im Frühstadium erkennen.

Der Tierarzt kann durch einen Abstrich (Rachen, Kropf, Kloake, entzündete Stellen) bzw. durch eine Kotuntersuchung mögliche Krankheitserreger fest-stellen und dementsprechend mit Antibiotika oder anderen Medikamenten behandeln.

                                               ***

28. April 2007

Aus gegebenem Anlass bitte ich jeden Vogelbesitzer, nicht leichtfertig mit der Gesundheit seines Lieblings umzugehen. Man kann nie wissen, wie es ausgeht. Vielleicht wäre Moritz wirklich ernsthaft erkrankt, wenn wir nicht zum Tierarzt gefahren wären und ihn durchchecken hätten lassen.

Moritz, mein Schöner, hat mich zwei Tage lang in Atem gehalten, als er fast den ganzen Tag über den Kopf unter den Flügeln hatte und pennte.

Ähnliche Fotos gibt es hier, aber damals haben die Jungs ewig lange bei mir gehockt und sind irgendwann mal eingepennt... aber in dieser Situation kam Moritz zu mir geflogen, steckt den Kopf unter die Flügel... knack... und weg! So kenne ich meinen "rüstigen Rentner" nicht, Moritz war schon immer etwas "hyperaktiv" und in all den Jahren ist er keineswegs ruhiger geworden.

Er sieht aus wie eine süße Knutschkugel... aber ein Kathiwohlfühlbuckel schaut anders aus!


In seinen wachen Momenten schien er ganz "normal" zu sein, aber das stän-dige Plustern und Pennen hat mich alarmiert. Auch Ludwig war beunruhigt und sagte: "Moni, mit dem stimmt was nicht."

Also entschlossen wir uns, mit Moritz zum Tierarzt zu fahren. Geteiltes Leid ist halbes Leid, deshalb kam Sammy gleich mit :-)

Für die Fahrt hab ich den Transportkäfig gerichtet, hier meine Empfehlung:

  • Man nehme einen Welli-Käfig
  • lege den Boden mit Küchenkrepp aus
  • bringe zwei Astgabeln oder Sitzstangen an
  • fülle den Futter- und Trinknapf
  • hänge etwas frisches Obst hinein
  • oder einen Hirsestengel zur Beruhigung ;-)

Von Schlappheit und Unwohlsein keine Spur... erstmal wird der Futternapf "untersucht", ein echter Kathi also!


  • lege eine Decke oder ein Handtuch über den Käfig gegen Zugluft

Frauchen hat natürlich auch an die heißgeliebte Pünktchendecke der beiden gedacht. Das gibt Geborgenheit!


... und ab geht's!

Der Tierarzt hörte sich meine Schilderungen genau an. Dabei beobachtete er die beiden Zwerge ganz genau. Daraufhin untersuchte er Moritz (und Sammy im Anschluss daran gleich mit). Er tastete beide nach eventuellen Organ-veränderungen (Schwellungen der Keimdrüsen) ab, konnte jedoch nichts Auffälliges feststellen.

Dr. Steinel vermutete bei Moritz eine Kropfentzündung und begründete es mit dem Wetterumschwung (für April war es ungewöhnlich heiß in den letz-ten Tagen, wir hatten bis zu 29 Grad). Die Kropfentzündung würde gerade "umgehen", er habe mehrere gefiederte Patienten, erklärte er uns.

Ansonsten sei Moritz für sein Alter (9 1/4 Jahre) prima "in Schuss".

Die Krallen wurden gleich bei beiden Vogis geschnitten und Sammy bekam ein Stück seiner Schnabelspitze gestutzt.

Für Moritz bekam ich ein Antibiotikum mit. In den nächsten 5 Tagen soll ich jeweils 1 Tropfen Baytril 2,5 % auf 50 ml Trinkwasser geben und er sollte mehr Obst und Gemüse als Körnerfutter fressen.

Alles in allem hat der Tierarztbesuch 16,80 Euro gekostet. Ludwig war sehr überrascht, denn er hatte mit wesentlich mehr gerechnet (was natürlich für uns NIEMALS ein Hinderungsgrund gewesen wäre, NICHT zum Tierarzt zu gehen). Ich möchte damit nur betonen, dass ein Tierarztbesuch durchaus erschwinglich ist, zumal die "Kostenfrage" für den wahren Tierfreund nie ein Thema sein sollte.

Was soll ich sagen... schon heute, also einen Tag später, ist Moritz wieder ganz der Alte. Ich weiß nicht, was ihm so zugesetzt hat und warum er so in den Seilen hing *grübel*.

Auf jeden Fall sind Ludwig und ich uns sicher, dass der Tierarztbesuch nicht unnötig war. Dr. Steinel hat uns Sorgen abgenommen. Wir wissen, dass wir jederzeit (auch am Wochenende) wiederkommen dürfen, falls sich an Moritz' Zustand wieder etwas ändern sollte.

Und das ist ein gutes Gefühl.

                                                ***